Effiziente „Schnellläufer“ für harte Mehrschicht-Einsätze

03.12.2013

Am 3. Dezember 2013 hat die Stöcklin Logistik AG (Dornach, Schweiz) über ihren Karlsruher Händler, die Albert Wasmer GmbH, 15 Doppelstock-Elektro-Mitfahrgeräte an das Logistikzentrum von Hellmann Kunze geliefert. Mit ihrem ergonomischen Fahrerstand, einem übersichtlichen Bedienfeld, das leichte und sichere Handling, Schnelligkeit und Wendigkeit, sowie ihrer Leistung und der robusten Konstruktion, eignen sich die Stapler ideal für den harten und mehrschichtigen Crossdocking- und Umschlagbetrieb.

Die „Schnellläufer“ – so die interne Bezeichnung für die Stöcklin Geräte – werden teilweise zur Be- und Entladung der Lkw eingesetzt. Hauptsächlich aber für den Transport der Paletten von der Entladezone zum jeweiligen Verladeplatz für den Weitertransport. Derzeit werden durchschnittlich rund 2.200 Sendungen mit 5.000 bis 6.000 Colli pro Tag umgeschlagen.

Kompakte, wendige und starke „Schnellläufer“

Obgleich Hellmann bereits seit fünf Jahren Stapler von Stöcklin einsetzt, wurde für den neuen 5-jährigen Full-Service-Vertrag umfassend verhandelt, ehe die Stöcklin Logistik AG und die Albert Wasmer GmbH, erneut den Zuschlag erhielten.

So mussten sich die Stapler von Stöcklin, wie auch alle Geräte der Mitbewerber, dem bei Hellmann üblichen strengen Inhouse-Test unterziehen. Neben der Leistung und Ergonomie wurden die Betriebswirtschaftlichkeit sowie die Energiebilanz und Nachhaltigkeit der Geräte geprüft.

Der Einsatz der Stapler bei Hellmann Kunze ist insofern fordernd, da sie einen relativ grossen Höhenunterschied zwischen Umschlagshalle und den Andockstellen für die Lkw haben. Jedes Grad Steigung mehr bedeutet auch immer einige Prozent mehr harten Einsatz, den die Geräte bewältigen müssen. Die Flurförderzeuge von Stöcklin haben sich bei den Praxistests bei den Laderampen, die teilweise bis zu 10% Steigung aufweisen, gut bewährt.

Stabilität und optimale Traktion auch bei schwierigen Einsatzbedingungen

Überzeugt haben die Anwender auch weitere Ausstattungs- und Leistungsmerkmale: So haben die nur 800 mm breiten und mit 2013 mm vergleichsweise kürzesten Geräte dieser Art einen Wenderadius von nur 1823 mm, und sind mit 11 km/h Fahrgeschwindigkeit und Last entsprechend agil.

Der Seitenantrieb und Geländeausgleich bieten eine gute Stabilität und eine optimale Traktion beim Güterumschlag. Die wartungsfreien Drehstrommotoren AC bieten einen hohen Drehmoment bei kleinster Drehzahl und eine hohe Laufruhe. Der AC- Fahr- und Lenkmotor sowie der drehzahlgeregelte DC-Hubmotor sind energiesparend ausgelegt. Zudem wird beim elektronischen Abbremsen Strom rückgespeist. Das so genannte LOS-System (LOS steht für „Limited Operating Strategy“) ermöglicht ein limitiertes Fahren, auch nach Defekten. Das Fahrverhalten und weitere Parameter lassen sich per Handprogrammierkonsole leicht auf die jeweiligen Anwenderbedürfnisse einstellen.

Ergonomischer und robuster Multifunktionsgriff

Zu den augenfälligsten und gleichzeitig wichtigen Details, auch in puncto Arbeits- und Betriebssicherheit sowie Ergonomie und Handling-Effizienz, zählt der von Stöcklin selbst entwickelte Multifunktionsgriff, der auch bei den Frontsitzstaplern von Stöcklin zum Einsatz kommt. Dieser ermöglicht das  Auslösen von Vor- und Rückwärtsfahrten per leichter Hebelbewegung in die gewünschte Richtung.

Mit dem gleichzeitig für die Bedienung des Staplers wie auch als, dank der im Chassis auf der Rückseite angebrachten Metallplatte als Sicherung,  Einstieghilfe fungierendem Griff, der so unter-schiedliche Attribute wie Robustheit, maximale Funktionalität auf engstem Raum und sensible Bedienungsmöglichkeiten in sich vereint, lassen sich Vor- und Rückwärtsfahren per einfacher Bewegung mit dem Daumen in die entsprechende Fahrtrichtung initiieren.

Für die Funktionen Heben und Senken sind an der Seite des Hebels Knöpfe angebracht, mit denen sich sowohl der Initialhub als auch Heben und Senken ebenfalls per Daumen auslösen lassen.  Zu den weiteren Features zählen die zweistufige, lenkwinkelabhängige Geschwindigkeitsreduktion und die geschwindigkeitsabhängige Lenkradempfindlichkeit.

Umfassender Full-Service-Vertrag und kundengerechtes Customizing

Als Händler ist die Albert Wasmer GmbH seit Jahrzehnten in der Flurförderzeugbranche als Repräsentant einiger renommierter Marken und wichtigem Zubehör wie Batterien und Ladegeräte sowie als Partner für Verkauf, Miete und Leasing sowie jede Art von Services, Wartung und Ausstattungen rund um die Stapler aktiv. „So haben wir auch bei dem neuen Full-Service-Vertrag eine Reihe von Verbesserungen von uns aus in die Auftragsverhandlung eingebracht und dann durchgeführt“, so Albert Wasmer, Geschäftsführer der Albert Wasmer GmbH.

Hierzu zählen der neue Initialhub-Zylinder und die neue Not-Ausschaltung, bei der das Gerät anhält wenn der Fahrer seinen Fuß von einer kleinen kreisrunden Plattform hebt, die neue Lenk- und Fahrsteuerung, die einem 24-Stunden-Einsatz in jeder Hinsicht entgegenkommt sowie die neue Batterie- und Ladegerät-Technologie samt optimiertem, als voll geschlossene Einheit realisiertem Batterieraum, der einen seitlichen Batteriewechsel schnell und ohne Beschädigungsgefahr ermöglicht.

Energie- und kostensparende Staplerbatterien mit HF-Lader

Die neu eingesetzten Batterien mit Elektrolyt-Umwälzung bieten bis zu 13 Wochen lange Wartungsintervalle. In Kombination mit den Hochfrequenz-Ladegeräten mit ihrem vergleichsweise geringen CO2 -Ausstoss bieten sie je nach Betriebsstundenleistung bis zu EUR 1.300 Einsparung pro Stapler und Jahr und waren, gerade bei der dezidierten Umwelt- und Nachhaltigkeits-Philosophie von Hellmann Worldwide Logistics,  eines der wesentlichen Kriterien für die Wahl der Stöcklin-Stapler.

Die Elektrolyt-Umwälzung generiert optimale Leistung und maximierte Batterie-Lebensdauer und ermöglicht auch kurze Zwischenaufladungen, etwa in Pausenzeiten. Ein etwa erforderlicher Batteriewechsel lässt sich so auf das Schichtende verschieben. Gerade für den Mehrschichtbetrieb bei Hellmann ein grosser Einsatzvorteil. Als optischer Support für den schnellen Check signalisiert ein auf der Batterie-Oberfläche installiertes Lämpchen den Batteriestatus: die Farbe Grün bedeutet „in Ordnung“, Orange bedeutet „Nachfüllen“ oder „Wartungs-Bedarf“.

Erhöhte Arbeits- und Betriebssicherheit

Ein weiteres, wichtiges Kriterium bildet das Shock-System, das unter anderem zur Erhöhung der Arbeits- und Betriebssicherheit beiträgt und auch Fuhrparkmanagement-Funktionen übernimmt. So werden Schäden, die etwa durch Kollision entstehen, unmittelbar vom Shock-System erfasst und auf den Rechner des Betriebsleiters übertragen. Dadurch erspart man sich Zeit und Aufwand bei der Dokumentation. Auch die Zahl der Gewaltschäden wird erheblich reduziert, gerade bei mehrjährigen Full-Service-Verträgen ein wichtiger Faktor.

Das als Flottenmanagementsystem fungierende Shock-System besteht aus zwei Modulen: Der Konsole, die unter anderem der Fahreranmeldung dient, und dem in einem stabilen Rahmen installierten Shock-Sensor, der auch etwaige Kollisionen direkt übertragen kann.

So vereint das Shock-System die Funktionen eines Fuhrparkmanagementsystems mit den Features Fahrer- und Geräteprofile sowie Einsatzmanagement. Zudem minimiert es Gewaltschäden, da der Verursacher sofort bekannt ist und die Verantwortlichen sofort eingreifen können.