24. Oktober 2011

Funktionale Sicherheit für Regalbediengeräte

Seit der Einführung der DIN EN ISO 13849-1 „Sicherheit von Maschinen – Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen“ werden Sicherheitsfunktionen nicht mehr ausschliesslich durch ihre Hardwarestruktur beurteilt. Es wird nun ein probablistischer Ansatz (Ereignisse sind durch die Wahrscheinlichkeit bestimmt) verfolgt. Dies bedingt, dass eine Quantifizierung der Bauteilzuverlässigkeit, sowie deren Testgüte und Fehler gemeinsamer Ursache in Betracht gezogen wird.

Weiterhin regelt die DIN EN 528:2009-1 als Typ C-Norm (Maschinensicherheitsnorm) die Sicherheitsanforderungen von Regalbediengeräten durch Festlegung der Performance Levels für verschiedene Funktionen.

Die Umsetzung dieser beiden Normen wurde an den Stöcklin Regalbediengeräten erfolgreich durchgeführt. Hierfür werden sicherheitsrelevante Komponenten verschiedener Hersteller verwendet, die digitale Signale, wie z.B. Türkontakte oder Schlüsselschalterstellungen erfassen, oder auch die Geschwindigkeiten von verschiedenen Achsen sicher ermitteln.

Sicherheitstechnische Komponenten sind im Vergleich zu konventionellen Baugruppen, bedingt durch ihre Technologie und deren Qualität, in einem höheren Preissegment angesiedelt. Als logische Konsequenz dazu wäre damit eine Verteuerung der Stöcklin Produkte verbunden. Im Gegenzug konnten aber weitere Vereinfachungen im steuerungstechnischen Bereich vorgenommen werden, so dass der technologische Fortschritt der Regalbediengeräte sogar zu einer deutlichen Kostenreduktion geführt hat. Aufwendige, sicherheitstechnisch relevante Verdrahtungen wurden vereinfacht und Schleifleitungspole konnten reduziert werden. Weiterhin wurden störungsanfällige Schleppkabel durch Schleifleitungen und Datenlichtschranken ersetzt.